"Die Leistung war so "gut", dass es zum Verlieren gereicht hat", sagte
Juliane Zeißler relativ gelassen am Tag nach dem Pokalturnier in
Pritzwalk. Das mit dieser Aussage nicht die eigene Leistung gemeint
war, wissen die Beobachter des Finals. Nach insgesamt 9 Minuten
Kampfzeit und einem 14:14 nach Zeitablauf, war die Potsdamerin Ruth
Hütte, mit dem Treffer zum 15:14, die glückliche Siegerin des Finales.

Das Finalgefecht war im wesentlichen durch die Vielzahl derFehlentscheidungen desKampfrichters geprägt, wobei im Cottbuser Lager Niemand den Vorwurfabsichtlicher Fehler erhob. Bei der Auswahl des Kampfrichters für dasFinalgefecht, hätten diePritzwalker Veranstalter trotzdem mehr Fingerspitzengefühl beweisenkönnen. Ob nun ausgerechnet der Vater der unterlegendenHalbfinalsgegnerin, ebenfalls aus Pritzwalk, die eleganteste Variantewar, ist fraglich. Im Herrenflorett der A-Jugend erreichte Isaias Witkowski unerwartetPlatz 3. Er unterlag erst im Halbfinale klar dem späteren TurniersiegerAdrian Köppel (OSC Potsdam). Das die Cottbuser Fechter nach dem Ende des Turniers nicht an derSiegerehrung teilnahmen, hat nach Aussage von Fechtern und Betreuernprimär nichts mit der bemängelten Kampfrichterleistung oder derpersonellen Auswahl des Kampfleiters zu tun. Sandra Schusterkommentiert: "Die Entscheidung nicht an der Siegerehrung teilzunehmen,war ganz klar vor Julianes Finale gefallen". Vielmehr bemängelten dieCottbuser einfach das Grundverhalten des Ausrichters, welches in Summeeinfach eine bestimmte Haltung gegenüber dem Cottbuser Team zum Ausdruckbrachte.
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